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WZ - Investition in die Zukunft

SANDE/WAN – Mit der Firma „Sande Stahlguss GmbH“ wurde eines der wenigen hiesigen Industrieunternehmen als „Unternehmen des Jahres 2008“ ausgezeichnet. Der von Fred Menn (Kaufmännischer Geschäftsführer) und Holger Lau (Technischer Geschäftsführer) geleitete Betrieb beschäftigt 210 Mitarbeiter, darunter zehn Prozent als Auszubildende.

Als Gießerei zur Herstellung von Gussteilen für den Schiffs- und Maschinenbau wurde das Unternehmen 1947 gegründet, allerdings gehen Firmenunterlagen bis 1935 zurück, als das Werk eine Außenstelle der Marienwerft war. Längst ist Sande Stahlguss ein Spezialist für vielfältige Gussteile für Abnehmer in verschiedenen Industriebranchen. Das Werkstoffprogramm umfasst die Fertigung von Einzelstücken bis zu 35 Tonnen sowie komplexe Bauteile durch hochbeanspruchbare Konstruktionsschweißungen bis zu einem Gesamtgewicht von 100 Tonnen. Als Produzent von hochwarmfesten Spezialstählen für den Gas- und Dampfturbinenbau zählt Sande Stahlguss zu den fünf europaweit bedeutendsten. Trotz eines Exportanteils von rund 35 Prozent sei das Unternehmen angesichts der Wirtschaftskrise recht gut durch das Jahr 2009 gekommen, blickt Geschäftsführer Fred Menn auf die Zeit seit der Auszeichnung zurück. Inzwischen aber schlügen die weltweiten Umsatzeinbußen der Turbinenbauer auch auf den Umsatz seiner Firma durch.

Gleichwohl investiert das Unternehmen in zukunftsweisende Neuerungen, so wird derzeit ein IOD-Konverter gebaut. Diese millionenteure Anlage ermöglicht die Herstellung noch größerer Gussstücke und von kaltzähen Stählen, wie sie unter anderem für Ventile im Pipelinebau selbst unter den extremen Bedingungen des Permafrostes erforderlich sind.

Originalartikel (PDF-Dokument)

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