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NWZ - „Made in Sande“ als stählernes Gütesiegel

Wirtschaftsminister zu Gast bei Sande Stahlguss – Marktposition des Unternehmens stärken

Sande Stahlguss stellt legierte und unlegierte Edelstähle her. Die Qualität der Präzisions-Gussteile genießt international einen guten Ruf.

von Oliver Braun

SANDE – 200 Vollzeitarbeitsplätze, innovative Produkte und Auftraggeber aus der ganzen Welt: Das Unternehmen Sande Stahlguss ist einer der wenigen Sander „global player“ und auch niedersachsenweit einer der bedeutendsten Produzenten hochwertiger Stahlgussteile für Gas- und Dampfturbinen.
Über das Unternehmen, seine internationalen Märkte und Zukunftschancen informierte sich Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD), der den Betrieb als Sander Ratsherr und SPD-Landeschef schon wiederholt besucht hatte, am Donnerstag bei einem ersten Besuch als Minister im Sander Industriegebiet. Er ließ sich vom technischen Geschäftsführer Dr. Heiko Hesemann und dem kaufmännischen Geschäftsführer Fred Menn durch die Produktionshallen führen.
Die tonnenschweren Stahlguss-Präzisionsteile aus der Industriestraße in Sande haben international einen ausgezeichneten Ruf, berichtete Fred Menn. In vielen Kraftwerken in Deutschland und rund um den Globus seien Turbinen und Gussteile aus Sande verbaut. In den Werkshalle werden ausschließlich Einzel- und Sonderanfertigungen produziert. „Es gibt hier keine Serienproduktion“, erläuterte Hesemann. In geringerem Umfang ist das 1937 als Ableger der Marinewerft in Wilhelmshaven entstandene Sander Unternehmen noch in der Fertigung von Stahlgussteilen für den Schiffs- und Maschinenbau tätig.
Lies hat sich vor allem deshalb bei dem Unternehmen informiert, um zu erfahren, was an Unterstützung seitens des Landes möglich sein kann: „Es geht darum, die Vorteile, die sich Sande Stahlguss selbst erarbeitet hat, zu stabilisieren und langfristig zu sichern“, sagte Lies.
Hesemann zufolge werden in Sande hochlegierte Stähle produziert, die den Wirkungsgrad von Turbinen erhöhen und den Ausstoß von Kohlendioxid verringern. Mit der Technologie würden vorrangig Kraftwerke in China ausgerüstet. Während Sande Stahlguss europaweit und im Raum Asien direkt aktiv, ist der Sander Betrieb über Konzerne wie Siemens und MAN auch auf den Märkten in Südamerika und Afrika vertreten.

Originalartikel (PDF-Dokument)

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