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Zukunftstag 2017 bei der Sande Stahlguss

Am Donnerstag, den 27.04.2017 fand der Zukunftstag bei der Sande Stahlguss GmbH statt, an welchem 11 Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren teilnahmen.
Wie immer wurde die vollständige Organisation des Tagesablaufes von den anwesenden Auszubildenden des Betriebes übernommen. Als Leiterin der Gruppe wurde Alina Baumgärtner festgelegt, die sich derzeit im 2. Ausbildungsjahr als Industriekauffrau befindet. Um den Zukunftstag bestmöglich zu gestalten, wurde das Grundgerüst der vergangenen Zukunftstage zur Hilfe genommen. Aus mehreren Sitzungen ergaben sich die Aufgaben für alle Auszubildenden und es wurden alle nötigen Vorbereitungen getroffen. Dazu gehörten unter anderem eine Essenliste, eine praktische Aufgabe und die Planung eines Betriebsrundganges. Da der Zukunftstag nicht am Wochenende stattfindet, wie es beim Tag der offenen Tür der Fall ist, bot der Rundgang im laufenden Betrieb mehr Möglichkeiten, wie etwa das Beobachten eines Gießverfahrens, was zeitlich festzulegen galt.
Um 8 Uhr fanden sich alle 11 angemeldeten Jugendlichen an der Wache des Geländes ein, wo sie von den Auszubildenden abgeholt und in den Besprechungsraum der Tischlerei geführt wurden, der bereits für sie hergerichtet war. Dort stellten sich sowohl die Auszubildenden, als auch die Jugendlichen einander vor, ehe Til Engbrecht, der als Industriekaufmann im 2. Ausbildungsjahr tätig ist, eine Präsentation über die Sande Stahlguss hielt. In der Präsentation waren Informationen zum Betrieb an sich, sowie Vorstellungen der einzelnen Abteilungen mit ihren Tätigkeiten, die den Produktionsablauf eines Gussstückes in unserer Gießerei aufzeigten. Nach der Präsentation folgte eine Frühstückspause, in der unsere Kantine eine Auswahl von belegten Brötchen zur Verfügung stellte. Anschließend erschien Frau Günther, die Personalleiterin des Betriebes, und führte eine Sicherheitseinweisung durch, damit sich unsere Gäste sicher über das Gelände bewegen konnten.


Die Führung begann in der Tischlerei, in der Jan Wickenkamp, Auszubildender im 1. Ausbildungsjahr zum technischen Modellbauer, seine Abteilung vorstellte und den Jugendlichen einen Überblick über die Funktion und Bauweise eines Gießereimodells gab. Nachdem einige Informationen anhand von verschiedenen Modellen und Maschinen geboten wurden, wurde die praktische Aufgabe durchgeführt. Die Jugendlichen sollten sich in Gruppen zusammenfinden, um gemeinsam mit ihrem Partner ein Rätsel zu lösen, welches die wichtigste Fähigkeit eines Modellbauers erforderte: Räumliches Denken. Hierzu waren 6 Teufelsknoten aus Holz vorbereitet worden. Ein Teufelsknoten ist eine kleine Knobelkonstruktion, die zu den typischen ersten, handwerklichen Aufgaben in der Ausbildung zu holzlastigen Berufen gehört. Der Knoten besteht aus sechs Einzelteilen, die die Jugendlichen nun stückweise zusammensetzen sollten. Hierfür wurden nach und nach einzelne Schritte der Bauanleitung an eine Staffelei gepinnt, bis es nach 20 Minuten der ersten Gruppe gelang, die Aufgabe zu lösen. Nachdem etwa eine halbe Stunde in der Tischlerei verbracht wurde, war der Schmelzbetrieb das nächste Ziel, da es einen Abstich zu Beobachten gab. An diesem Punkt übernahm Maik Erlenbach, Auszubildender im 3. Ausbildungsjahr zum Verfahrensmechaniker, die Führung und erklärte den Jugendlichen den Alltag im Schmelzbetrieb. Außerdem bot der Abstich eine gute Gelegenheit, um das gesamte Gussverfahren verständlich zusammenzufassen. Einen Guss gab es danach in der anderen Halle zu sehen. Aus sicherer Entfernung ließ sich Beobachten, wie knapp 25 Tonnen flüssiger Stahl in seine Form gegossen wurden. Die Auszubildenden zum Gießereimechaniker, Marek Frank (3. Ausbildungsjahr) und Timo Wille (2. Ausbildungsjahr) übernahmen nun die Führung und stellten der Gruppe den Arbeitsablauf in der Formerei vor. Zum Abschluss gab es einen Einblick in die Putzerei.
Zurück im Besprechungsraum folgte das Mittagessen, ehe es einen Film über den Betrieb zu Sehen gab. Danach stellten die Auszubildenden den Jugendlichen 6 Fragen, die im Laufe des Rundganges indirekt beantwortet wurden. Hierzu gehörte beispielsweise die Frage, warum Gießereimodelle konisch gebaut werden. Derjenige, der am schnellsten die Antwort wusste, erhielt einen der sechs Teufelsknoten mitsamt selbst gefertigter Bauanleitung als Geschenk. Zudem gab es für jeden eine Tasche, die unter anderem eine Tasse und eine Powerbank enthielt. Der Zukunftstag endete damit, dass jeder Gast etwas über seinen Eindruck von der Sande Stahlguss GmbH und ihrem Tag sagte. Das Feedback fiel positiv aus und der erfolgreiche Tag sorgte auch für Zufriedenheit unter den Auszubildenden.
Bei den Sitzungen haben einige Auszubildende mitgewirkt, die am Zukunftstag aufgrund der Berufsschulzeit nicht teilnehmen konnten. Dies waren Luca Neumann (Gießereimechaniker, 1. Jahr), Leon Budde (Verfahrensmechaniker, 2. Jahr), Tim Schulte (Betriebsbereitschaft, 4. Jahr), Carina Tönjes (Industriekauffrau, 1. Jahr) und Jann Biehler (Fachinformatiker für Systemintegration, 1. Jahr), die dennoch ihren Beitrag geleistet haben.

Verfasser: Jan Wickenkamp (Auszubildender im 1. Ausbildungsjahr zum technischen Modellbauer)

 

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